Andacht: Was glaubst du denn?
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1.
Einleitung
1.1. Glaube = Gewissheit mit Hoffnung
1.2. Enttäuschter Glaube
1.3. Unglaublich
1.4. Egalglaube?!
2.
Glauben an Gott
3.
Unser Glaubensbekenntnis
4.
Abschluss
1. Einleitung
Heute Abend soll es um den
Glauben gehen! Jeder Mensch glaubt ja irgendwie ständig und immer.
1.1. Glaube = Gewissheit mit Hoffnung
Nehmen
wir ein Beispiel. Du steigst in den Bus ein und bist guten Glaubens, dass vorne
am Steuer ein Mensch sitzt, der a. Busfahrer ist und b. einen Busführerschein
hat und c. auch an den richtigen Stellen anhält.
Oder
du schaltest deinen Fernseher ein in dem guten Glauben, dass er angeht und so
schaltest du auch das Licht ein... ständig verhalten wir uns so.
Ohne
Glauben könnte man gar nicht überleben. Man kann einfach nicht alles
überprüfen. Du kannst ja nicht den Busfahrer anmachen...oder jedes Mal den
Fernseher aufschrauben...
Insofern
hat Glauben eine ganze Menge mit Gewissheit zu tun oder auch mit Hoffnung. Man
hat schon hundertmal erlebt, wie der Bus richtig gehalten hat, oder das Licht
angegangen ist. Viele haben es ähnlich erlebt. Man hofft und hat Gewissheit und
deswegen steigt man wieder ein und macht einfach den Fernseher an.
1.2. Enttäuschter Glaube
Allerdings
kann man mit Glauben auch ganz schön auf die Fresse fallen.
Ich
habe z.B. geglaubt, dass der Opel Zafira, den ich mir letzte Woche gekauft
habe, ein super Auto sei, auch wenn er einen Unfall hatte. Im Vertrauen auf die
Renommiertheit des Autohändlers kaufte ich ihn und stellte dummerweise nach
einer Woche fest: der Wagen ist Schrott. Wasser läuft in den Kofferraum und die
Elektronik spinnt, aber interessanterweise nur dann, wenn...Bremse, Licht...
Außerdem kann man ihn nicht richtig betanken...
So
kann der Glaube den man hat, auch enttäuscht werden. Trotz Gewissheit und
Hoffnung.
1.3. Unglaublich?!
Andere
Sachen glaubt man sofort nicht. Z.B. wenn ich euch jetzt erzählen würde, dass ich
euch alle nach MC Donalds einladen würde - geile Vorstellung - glaubt ihr das?
Mach ich auch nicht - könnt ihr noch so fest glauben, ihr könnt euch absolut
sicher sein, Hoffnung bis zum Anschlag haben - ich muss sehen, dass ich mein
Geld von dem Auto wieder bekomme, da ist im Moment nichts zu machen?
1.4. Egalglaube
Mancher
Glaube ist auch oberflächlich. Ich glaube morgen kommt „Start Treck 6“, aber
weiß es nicht so genau. Ist auch egal. Interessiert mich eh nicht und wenn der
Film kommt, dann kommt er eben, wenn nicht kucke ich „Wer wird Millionär
Es gibt also
unterschiedlichen Glauben:
Egalglaube: oberflächlich,
ohne Hoffnung, weil es einfach belanglos ist
Unglaube: man glaubt erst
gar nicht, weil es einfach total unrealistisch erscheint
Enttäuschter Glaube: man hat
falsch geglaubt, wie beim Auto oder man glaubt, weil es nicht anders geht.
Sicherer Glaube: mit
Hoffnung und Gewissheit, aufgrund eigener oder anderer Erfahrungen. (Dieser
Glaube kann auch aufkommen, wenn man keine andere Möglichkeit mehr sieht. Dann
ist es logischer Glaube oder letzter Halt.)
2. Glauben an Gott
Glauben im 21. Jahrhundert -
völlig normal, völlig korrekt, völlig in Ordnung..., auch... wenn es um Gott
geht.
Da gibt es Leute, die wissen
ganz genau Bescheid: Es gibt ihn und die Wissen auch, an welchen Gott man
glauben sollte. Sie haben Gewissheit und Hoffnung.
Dann gibt es Leute, die sind
sich sicher, dass die Erdgöttin die Richtige ist und stellen irgendwann fest,
dass es nicht stimmt. Sie sind enttäuscht worden. Oder sie glauben an das Geld
und stellen fest, dass es letztlich nicht glücklich macht. Geld ist dann zum
Gott geworden.
Dann gibt es Leute, die
halten die Sache mit Gott für völlig unglaublich.
Dann gibt es Leute, die
finden dass so oberflächlich, wie einen Film, von dem sie glauben, dass er
morgen Abend im Fernsehen läuft.
Was ist richtig?
Richtig ist vor allen
Dingen, dass man darüber mal offen spricht. Über alles wird gelabert und
gequatscht, aber ob es einen Gott gibt, der evtl. was von mir will, dass ist
völlige Nebensache.
Dabei stimmt das gar nicht.
Ich muss mir sehr wohl genau überlegen, ob das wirklich unglaublich ist, oder
eine Hoffnung ist - wichtig ist, oder nicht.
Was dann richtig ist, muss
man vor allen Dingen selbst herausfinden. Das du heute Abend hier in einer
Kirche sitzt hängt vielleicht schon damit zusammen, dass du es herausfinden
willst. Vielleicht unbewusst, aber das macht ja nichts.
Auswirkungen:
Der Glaube an einen Gott hat
ganz konkrete Auswirkungen auf mein Leben.
Z.B. beantwortet der Glaube
an ein höheres Wesen die Frage woher wir kommen? Wohin wir gehen? Wie ich leben
soll?
Wenn ich glaube, dass ich
zufällig hier bin, dann spielt es keine Rolle wie ich Lebe. Ich muss mir ein Ziel
suchen: Familie, Spaß... Ich muss es mir selbst suchen und dann glauben, dass
es wirklich das Ziel des Lebens ist. Je nach dem Typus höheres Wesen, an das
ich glaube, bestimmt es mein Leben. Wenn ich glaube, dass die bösen Christen
vernichtet werden müssen, dann schmeiße ich Bomben...
Wenn ich glaube, dass ich
nicht zufällig hier bin, sondern dass es ein höheres Wesen gibt, was mich
gewollt habe, dann wäre es interessant zu wissen, was ich hier soll und was
dann das Ziel meines Lebens ist und evtl. sollte ich dann danach auch leben.
Das wirkt sich konkret auf mein Verhalten auf und auf mein Lebensstil. Es wirkt
sich darauf aus, ob ich glücklich bin, cool sein kann in diversen
Situationen... Es wirkt sich darauf aus, ob ich meinen Nächsten liebe oder nicht.
Leute, es wird Zeit, dass
man darüber wieder redet. Was meint ihr denn, was auf der Welt los ist. Nicht
zuletzt, weil da Leute meinen sie wüssten ganz genau was sie glauben...
Auch wenn man Christ ist,
ist es daher wichtig zu wissen, was man glaubt und man muss es auch in Worte
fassen können. Man braucht quasi ein Glaubensbekenntnis.
3. Unser Glaubensbekenntnis
Im FRIZZ wird kein Hell
daraus gemacht, an wem man glauben soll. Hier wird klar und deutlich gesagt:
Glaub an den christlichen Gott!
Was das bedeutet haben
Christen vor 1500 Jahren in dem so genannten christlichen Glaubensbekenntnis
formuliert.
Dieses Dokument ist für
Leute, die an den christlichen Gott glauben genauso interessant, die an ihn
nicht oder an irgendeine andere Macht glauben.
Als Christ kann man einfach
und klar seinen Glauben damit formulieren - die Andersgläubigen können sich
dann mit dem Glauben auseinandersetzen und ihren daran prüfen.
Ich finde es wichtig, dass
man klar und deutlich sagen kann, was man glaubt. Ob auswendig gelernt oder
nicht - Hauptsache man weiß es und man kann es einfach formulieren.
Und hier ist es - ich möchte
einige Interessante stellen einfach mal rausgreifen, weil sie einfach cool
sind!
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in
den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird
er kommen,
zu richten
die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige allgemeine christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,
Auferstehung
der Toten und das ewige Leben.
Amen.
siehe auch www.apostolicum.de
Als Christen glauben wir, dass
Gott alles, also auch uns gemacht hat. Wir sind also gewollt. Das ist schon mal
gut für das Selbstwertgefühl. Wir wissen auch: Gott will was von uns. Er will
uns Sinn und Hoffnung geben. Mehr dazu in diesem Buch: der Bibel.
Christen glauben, dass Jesus
Christus der Sohn Gottes ist, der es den Geschöpfen ermöglicht wieder Kontakt
zum Schöpfer zu bekommen. Deshalb ist Jesus vom Vater gesandt worden. Er hebt
die Trennung zwischen Gott und Mensch auf. Er schafft Beziehung, in dem er die
Schuld vergibt.
Denn er ist gekreuzigt
worden, gestorben und begraben und vor allen Dingen auferstanden. Er hat die
Macht des Todes besiegt und damit ermöglicht, dass jeder ewig Leben kann. Denn,
wie es am Ende deutlich wird: Er hat die Schuld vergeben und er ermöglicht die Auferstehung
der Toten und das ewige Leben bei Gott!
Christen glauben, dass sie
das erleben, wenn Jesus wieder kommen wird. Sie glauben, dass Jesus eines Tages
aus dem Himmel kommt, um hier auf der Erde sein gutes Reich aufzurichten und
dann einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft.
Nachdem er Gericht gehalten
hat. Jeder bekommt sein gerechtes Urteil. Wer Jesus kennt ewiges Leben, wer ihn
nicht kennt wird für ewig von Gott getrennt.
Man könnte das jetzt alles
ausführen und erklären. Dafür habe ich heute Abend keine Zeit, aber noch ist ja
Zeit. Jesus ist ja noch nicht da.
Wir hier sind hier davon
überzeugt: Diese Glaube ist nicht belanglos. Dieser Glaube ist auch nicht
unglaublich. Dieser Glaube wird auch nicht enttäuscht. Dieser Glaube ist eine
Gewissheit, eine Hoffnung, von der man eigentlich weiß, dass sie sich erfüllen
wird.
Dieser Glaube ist nicht
schwachsinnig oder überholt. Im Gegenteil - er hat sich über Hunderte von
Jahren bewährt. Er ist von hoher Qualität (Qualität - VW - Wagenkauf).
Viele haben so einen KIA
glauben. Irgendwas neumodisches, geklautes, zusammengemixtes, wird schon
halten, Hauptsache billig und kosten nicht viel. Nichts gegen japanische Autos.
Ihr versteht, dass ich hier um was deutlich zu machen, mal voll ins
Schubladendenken verfalle;-)
Folie
Hebr 11,1 Es ist aber der Glaube ein Beharren auf
dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.
(Schlachter)
Hebr 11,1 Der Glaube aber ist eine Verwirklichung {O. Zuversicht, feste
Überzeugung} dessen, was man hofft, eine Überzeugung {O. ein Überführtsein} von
Dingen, die man nicht sieht. (Unrevidierte Elberfelder)
Deswegen: Denk drüber nach!
Hast du so einen glaube, wenn es um die elementaren Dinge deines Lebens geht.
Wenn es um Sinn und Zukunft geht?
4. Abschluss
Ein Sänger hat das etwas
moderner verfasst: Lied auf Folie von: on a mission - That´s what I believe -
Infos unter www.xy.de
OK. Er hat einiges weggelassen,
aber für mich bringt die Art und Weise des Liedes den Glauben des Sängers voll
rüber.
Also: Ich kann dir nur
raten: Setze dich mit deinem Glauben auseinander. Vergleiche ihn mit dem
christlichen Glauben.
Und wenn du Christ bist,
dann erzähl locker und souverän von deinem Glauben. Der christliche Glaube ist
eine Hoffnung, eine Gewissheit, gut begründet und aus Erfahrung gut.
So, ich glaub ich hör jetzt
auf - vielleicht hoffen das auch schon einige. Ich weiß es jedenfalls.
Folien:
- Glaubensbekenntnis
-
Bibelstellen
- Liedtext