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Andacht: Was glaubst du denn?

© 2003/2004 by Veit Claesberg

Veröffentlichungen, egal welcher Art, nur nach Rücksprache mit dem Verfasser. - webmaster@veitc.de - www.veitc.de

 

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1. Einleitung

1.1. Glaube = Gewissheit mit Hoffnung

1.2. Enttäuschter Glaube

1.3. Unglaublich

1.4. Egalglaube?!

2. Glauben an Gott

3. Unser Glaubensbekenntnis

4. Abschluss

 

 

1. Einleitung

Heute Abend soll es um den Glauben gehen! Jeder Mensch glaubt ja irgendwie ständig und immer.

 

1.1. Glaube = Gewissheit mit Hoffnung

Nehmen wir ein Beispiel. Du steigst in den Bus ein und bist guten Glaubens, dass vorne am Steuer ein Mensch sitzt, der a. Busfahrer ist und b. einen Busführerschein hat und c. auch an den richtigen Stellen anhält.

Oder du schaltest deinen Fernseher ein in dem guten Glauben, dass er angeht und so schaltest du auch das Licht ein... ständig verhalten wir uns so.

Ohne Glauben könnte man gar nicht überleben. Man kann einfach nicht alles überprüfen. Du kannst ja nicht den Busfahrer anmachen...oder jedes Mal den Fernseher aufschrauben...

Insofern hat Glauben eine ganze Menge mit Gewissheit zu tun oder auch mit Hoffnung. Man hat schon hundertmal erlebt, wie der Bus richtig gehalten hat, oder das Licht angegangen ist. Viele haben es ähnlich erlebt. Man hofft und hat Gewissheit und deswegen steigt man wieder ein und macht einfach den Fernseher an.

 

1.2. Enttäuschter Glaube

Allerdings kann man mit Glauben auch ganz schön auf die Fresse fallen.

Ich habe z.B. geglaubt, dass der Opel Zafira, den ich mir letzte Woche gekauft habe, ein super Auto sei, auch wenn er einen Unfall hatte. Im Vertrauen auf die Renommiertheit des Autohändlers kaufte ich ihn und stellte dummerweise nach einer Woche fest: der Wagen ist Schrott. Wasser läuft in den Kofferraum und die Elektronik spinnt, aber interessanterweise nur dann, wenn...Bremse, Licht... Außerdem kann man ihn nicht richtig betanken...

So kann der Glaube den man hat, auch enttäuscht werden. Trotz Gewissheit und Hoffnung. 

 

1.3. Unglaublich?!

Andere Sachen glaubt man sofort nicht. Z.B. wenn ich euch jetzt erzählen würde, dass ich euch alle nach MC Donalds einladen würde - geile Vorstellung - glaubt ihr das? Mach ich auch nicht - könnt ihr noch so fest glauben, ihr könnt euch absolut sicher sein, Hoffnung bis zum Anschlag haben - ich muss sehen, dass ich mein Geld von dem Auto wieder bekomme, da ist im Moment nichts zu machen?

 

1.4. Egalglaube

Mancher Glaube ist auch oberflächlich. Ich glaube morgen kommt „Start Treck 6“, aber weiß es nicht so genau. Ist auch egal. Interessiert mich eh nicht und wenn der Film kommt, dann kommt er eben, wenn nicht kucke ich „Wer wird Millionär

 

Es gibt also unterschiedlichen Glauben:

Egalglaube: oberflächlich, ohne Hoffnung, weil es einfach belanglos ist

Unglaube: man glaubt erst gar nicht, weil es einfach total unrealistisch erscheint

Enttäuschter Glaube: man hat falsch geglaubt, wie beim Auto oder man glaubt, weil es nicht anders geht.

Sicherer Glaube: mit Hoffnung und Gewissheit, aufgrund eigener oder anderer Erfahrungen. (Dieser Glaube kann auch aufkommen, wenn man keine andere Möglichkeit mehr sieht. Dann ist es logischer Glaube oder letzter Halt.)

 

2. Glauben an Gott

Glauben im 21. Jahrhundert - völlig normal, völlig korrekt, völlig in Ordnung..., auch... wenn es um Gott geht.

Da gibt es Leute, die wissen ganz genau Bescheid: Es gibt ihn und die Wissen auch, an welchen Gott man glauben sollte. Sie haben Gewissheit und Hoffnung.

Dann gibt es Leute, die sind sich sicher, dass die Erdgöttin die Richtige ist und stellen irgendwann fest, dass es nicht stimmt. Sie sind enttäuscht worden. Oder sie glauben an das Geld und stellen fest, dass es letztlich nicht glücklich macht. Geld ist dann zum Gott geworden.

Dann gibt es Leute, die halten die Sache mit Gott für völlig unglaublich.

Dann gibt es Leute, die finden dass so oberflächlich, wie einen Film, von dem sie glauben, dass er morgen Abend im Fernsehen läuft.

 

Was ist richtig?

Richtig ist vor allen Dingen, dass man darüber mal offen spricht. Über alles wird gelabert und gequatscht, aber ob es einen Gott gibt, der evtl. was von mir will, dass ist völlige Nebensache.

Dabei stimmt das gar nicht. Ich muss mir sehr wohl genau überlegen, ob das wirklich unglaublich ist, oder eine Hoffnung ist - wichtig ist, oder nicht.

Was dann richtig ist, muss man vor allen Dingen selbst herausfinden. Das du heute Abend hier in einer Kirche sitzt hängt vielleicht schon damit zusammen, dass du es herausfinden willst. Vielleicht unbewusst, aber das macht ja nichts.

 

Auswirkungen:

Der Glaube an einen Gott hat ganz konkrete Auswirkungen auf mein Leben.

Z.B. beantwortet der Glaube an ein höheres Wesen die Frage woher wir kommen? Wohin wir gehen? Wie ich leben soll?

Wenn ich glaube, dass ich zufällig hier bin, dann spielt es keine Rolle wie ich Lebe. Ich muss mir ein Ziel suchen: Familie, Spaß... Ich muss es mir selbst suchen und dann glauben, dass es wirklich das Ziel des Lebens ist. Je nach dem Typus höheres Wesen, an das ich glaube, bestimmt es mein Leben. Wenn ich glaube, dass die bösen Christen vernichtet werden müssen, dann schmeiße ich Bomben...

 

Wenn ich glaube, dass ich nicht zufällig hier bin, sondern dass es ein höheres Wesen gibt, was mich gewollt habe, dann wäre es interessant zu wissen, was ich hier soll und was dann das Ziel meines Lebens ist und evtl. sollte ich dann danach auch leben. Das wirkt sich konkret auf mein Verhalten auf und auf mein Lebensstil. Es wirkt sich darauf aus, ob ich glücklich bin, cool sein kann in diversen Situationen... Es wirkt sich darauf aus, ob ich meinen Nächsten liebe oder nicht.

 

Leute, es wird Zeit, dass man darüber wieder redet. Was meint ihr denn, was auf der Welt los ist. Nicht zuletzt, weil da Leute meinen sie wüssten ganz genau was sie glauben...

 

Auch wenn man Christ ist, ist es daher wichtig zu wissen, was man glaubt und man muss es auch in Worte fassen können. Man braucht quasi ein Glaubensbekenntnis.

 

3. Unser Glaubensbekenntnis

Im FRIZZ wird kein Hell daraus gemacht, an wem man glauben soll. Hier wird klar und deutlich gesagt: Glaub an den christlichen Gott!

Was das bedeutet haben Christen vor 1500 Jahren in dem so genannten christlichen Glaubensbekenntnis formuliert.

Dieses Dokument ist für Leute, die an den christlichen Gott glauben genauso interessant, die an ihn nicht oder an irgendeine andere Macht glauben.

Als Christ kann man einfach und klar seinen Glauben damit formulieren - die Andersgläubigen können sich dann mit dem Glauben auseinandersetzen und ihren daran prüfen.

Ich finde es wichtig, dass man klar und deutlich sagen kann, was man glaubt. Ob auswendig gelernt oder nicht - Hauptsache man weiß es und man kann es einfach formulieren.

 

Und hier ist es - ich möchte einige Interessante stellen einfach mal rausgreifen, weil sie einfach cool sind!

 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige allgemeine christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Amen.

siehe auch www.apostolicum.de

 

Als Christen glauben wir, dass Gott alles, also auch uns gemacht hat. Wir sind also gewollt. Das ist schon mal gut für das Selbstwertgefühl. Wir wissen auch: Gott will was von uns. Er will uns Sinn und Hoffnung geben. Mehr dazu in diesem Buch: der Bibel.

Christen glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, der es den Geschöpfen ermöglicht wieder Kontakt zum Schöpfer zu bekommen. Deshalb ist Jesus vom Vater gesandt worden. Er hebt die Trennung zwischen Gott und Mensch auf. Er schafft Beziehung, in dem er die Schuld vergibt.

Denn er ist gekreuzigt worden, gestorben und begraben und vor allen Dingen auferstanden. Er hat die Macht des Todes besiegt und damit ermöglicht, dass jeder ewig Leben kann. Denn, wie es am Ende deutlich wird: Er hat die Schuld vergeben und er ermöglicht die Auferstehung der Toten und das ewige Leben bei Gott!

Christen glauben, dass sie das erleben, wenn Jesus wieder kommen wird. Sie glauben, dass Jesus eines Tages aus dem Himmel kommt, um hier auf der Erde sein gutes Reich aufzurichten und dann einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft.

Nachdem er Gericht gehalten hat. Jeder bekommt sein gerechtes Urteil. Wer Jesus kennt ewiges Leben, wer ihn nicht kennt wird für ewig von Gott getrennt.

 

Man könnte das jetzt alles ausführen und erklären. Dafür habe ich heute Abend keine Zeit, aber noch ist ja Zeit. Jesus ist ja noch nicht da.

 

Wir hier sind hier davon überzeugt: Diese Glaube ist nicht belanglos. Dieser Glaube ist auch nicht unglaublich. Dieser Glaube wird auch nicht enttäuscht. Dieser Glaube ist eine Gewissheit, eine Hoffnung, von der man eigentlich weiß, dass sie sich erfüllen wird.

Dieser Glaube ist nicht schwachsinnig oder überholt. Im Gegenteil - er hat sich über Hunderte von Jahren bewährt. Er ist von hoher Qualität (Qualität - VW - Wagenkauf).

Viele haben so einen KIA glauben. Irgendwas neumodisches, geklautes, zusammengemixtes, wird schon halten, Hauptsache billig und kosten nicht viel. Nichts gegen japanische Autos. Ihr versteht, dass ich hier um was deutlich zu machen, mal voll ins Schubladendenken verfalle;-)

 

Folie

Hebr 11,1      Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. (Schlachter)

Hebr 11,1      Der Glaube aber ist eine Verwirklichung {O. Zuversicht, feste Überzeugung} dessen, was man hofft, eine Überzeugung {O. ein Überführtsein} von Dingen, die man nicht sieht. (Unrevidierte Elberfelder)

 

Deswegen: Denk drüber nach! Hast du so einen glaube, wenn es um die elementaren Dinge deines Lebens geht. Wenn es um Sinn und Zukunft geht?

 

4. Abschluss

Ein Sänger hat das etwas moderner verfasst: Lied auf Folie von: on a mission - That´s what I believe - Infos unter www.xy.de

 

OK. Er hat einiges weggelassen, aber für mich bringt die Art und Weise des Liedes den Glauben des Sängers voll rüber.

Also: Ich kann dir nur raten: Setze dich mit deinem Glauben auseinander. Vergleiche ihn mit dem christlichen Glauben.

Und wenn du Christ bist, dann erzähl locker und souverän von deinem Glauben. Der christliche Glaube ist eine Hoffnung, eine Gewissheit, gut begründet und aus Erfahrung gut.

 

So, ich glaub ich hör jetzt auf - vielleicht hoffen das auch schon einige. Ich weiß es jedenfalls.

 

Folien:

- Glaubensbekenntnis

- Bibelstellen

- Liedtext

 

Dokumentbeginn

 

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